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Januar 2005

In den drei Lagern für Opfer der Flutkatastrophe bei Ampare, die von Little Smile unterstützt werden, leben mehr als 500 Menschen. Ein Ziel geben, ein Zeichen der Hoffnung setzen, Zeit haben und nicht nur Almosen verteilen.
Diese Fischer haben nicht nur alles verloren. Sie haben jetzt auch Angst von der Regierung enteignet zu werden. Wozu, so fragen sie, sollen wir dann weiterleben, ohne unser Land am Meer.
Nur die Grundmauern des Kinderhauses sind geblieben. Von den 19 Mädchen, die dort lebten, lachten und lernten wurden bisher nur 8 gefunden und vor ihrem ehemaligen Zuhause im Sand begraben.
Solange die Leichen nicht gefunden werden, können die Überlebenden nicht Abschied nehmen, ist es unendlich schwer, neu anzufangen. Anpacken, mithelfen, suchen...
Nur wenige Menschen haben, wie dieses Mädchen im Todesstreifen von 400 Metern überlebt. Lange lag das Kind unter Wasser, konnte wiederbelebt werden. Ob die 11jährige je wieder gesund wird, ist sehr zweifelhaft.
Malerisch war einmal dieser Strand, das Meer sanft. Darum und weil Muslime gerne eng zusammenleben und so bis zum Meer gebaut hatten, forderte die hier mehr als 9 Meter hohe Welle mehr als 6000 Menschenleben, darum ist die Zerstörung hier so ungeheuer groß.
Eines der größten Krankenhäuser der Stadt ist nur noch eine Ruine. Die kranken Menschen hatten keine Chance.
Spätestens nach 2 Tagen kommt der Hunger, der Körper will weiterleben. Erste provisorische Verkaufsbuden mitten in den Trümmern entstehen.
Mit Ochsengespannen beginnen die Überlebenden die meterhohen Sandberge wegzukarren, um damit an anderer Stelle neues Land aufzuschütten.
Der einzige Schmuck auf diesem Kindergrab im Sand ist ein durchweichtes und zerfetztes Schulbuch.
Ihr Mann, die Schwiegereltern und zwei Töchter sind verschwunden, vom Haus der Familie an der Beachroad Kalmunai sind nur Trümmer geblieben. So lange die Leichen nicht gefunden sind, wird diese Frau hoffen und weitergraben.