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Phase 28: April bis Juni 2006

Das neue buddhistische Jahr 2550 beginnen wir am Morgen des 14. April mit dem Hissen der Fahnen und dabei ist da auch die bayerische Flagge. Nur noch sehr selten hat Michael Kreitmeir Zeit um Deutschland zu besuchen. Doch all das, was hier vor Ort geleistet wird, wäre nicht möglich ohne Hilfe aus der alten Heimat. Städte, Vereine, Firmen und Menschen aus Bayern sind durch Little Smile besonders engagiert und so ist der weiß-blaue Rückenwind mehr als nur Symbolik.
Der christliche Karfreitag und das buddhistische Neujahrsfest fielen 2006 zusammen. In Little Smile wurden die Neujahrsfeiern deshalb kurzerhand mit dem Osterfest zusammengelegt. Auch Samire Sandaruan fasste seine Gedanken zum Leiden und Sterben Christi, wie alle anderen Kinder von Little Smile, in einem Gemälde zusammen.
Viel Spaß hatten wir mit der Geschichte vom Koenig, der so gerne in seinem Bett herumhüpfte. Die Schauspielerin Susann Wuerth hatte das Kinderdorf besucht und am Abend eine Vorstellung gegeben. Robin wollte sich nach der Aufführung diese seltsame Hand mit der Krone, die wie eine Puppe reden konnte, aus der Nähe anschauen.
Gewürze für ein Lächeln
Sich selbst ein Bild machen! Guido Massmann, Geschäftsführer der Firma AVO, besucht mit seinem Freund Bernd Bös das Kinderdorf in Koslanda. Der Gewürzeprofi ist begeistert von der Qualität der Little Smile Produkte. Ob Vanille, Zimt, Nelken oder Pfeffer, was in den Plantagen des Kinderdorfes wächst bekommt viel Sonne ab aber keine Chemie. Und so verspricht der Manager noch mehr Gewürze einzukaufen, gemeinsam will man auch neuen Schwung in die Aktion „Little Smile Wurst “ bringen.
Not hat viele Gesichter
Tag für Tag klopfen Hilfesuchende an die Tore des Kinderdorfes. Die steigenden Preise, die Angst vor dem Bürgerkrieg und die Unfähigkeit, ja Gleichgültigkeit der zahlreichen Sozialbehörden. Die Not hat viele Ursachen und viele Gesichter. Sama Dissaranajke ist autistisch, kann mit ihrer Umwelt nicht kommunizieren. Die Eltern sind bettelarm und völlig überfordert. Doch keine Behörde fühlt sich zuständig, Niemand hilft. Und so kamen die Eltern mit der 13jährigen völlig erschöpft nach einem tagelangen Marsch nach Little Smile
Not hat viele Ursachen
Als wenn die Not und die Angst vor dem Bürgerkrieg noch nicht genug wäre. Wilde Elefanten haben, auf der Suche nach Salz, die Hütte dieser alten Frau zertrümmert. Sie und ihre drei kleinen Enkel stehen nun, völlig mittellos, auf der Strasse. Theoretisch steht der Frau staatliche Hilfe zu aber niemand kümmert sich um sie und die kleinen Mädchen, schließlich sind es ja nur Tamilen. Einzige Hoffnung auch für diese Menschen ist Little Smile.
Etappensieg für die Menschlichkeit
Tarushani unser Christkind 2005 hat mit unserer Hilfe nicht nur ihre Mutter und ihre Geschwister wieder gefunden. Im Juni kann das einstige Findelkind in eine kleine Hütte einziehen. Little Smile hat das Land gegeben und beim Bau geholfen und so werden wir auch weiterhin den Weg dieses kleinen Mädchens begleiten.
Angst vor neuer Welle der Gewalt
Selbst im Parlament kommt es zu Schlägereien zwischen den Abgeordneten.
Tag für Tag nehmen die Spannungen zwischen Tamilen und Singhalesen zu, im Juni werden die Friedensgespräche zwischen der Regierung und den tamilischen Separatisten im Norden und Osten unterbrochen. Die Spirale der Gewalt beginnt sich immer schneller zu drehen. Beim Kinderdorf in den Bergen ist es noch ruhig, seit Jahrhunderten leben in dieser Region Tamilen und Singhalesen zusammen. Aber auch hier spürt man die Angst und Unsicherheit, besonders bei den armen tamilischen Teepflückern.
Ankunft des Hilfsgüter aus Füssen
Nach 27 Tagen Kampf mit Zoll und Behörden ist es geschafft. Die Hilfsgüter, die Lenka Rühle und Uli Pickl aus Füssen organisiert haben, können aus dem Zoll geholt werden und kommen im Kinderdorf an. In einer langen Reihe werden die Schachteln und Kisten aufgereiht um in die unterschiedlichen Lager verteilt zu werden.
Ein Lächeln aus dem Allgäu
Die Qual der Wahl hat nicht nur das tamilische Mädchen Wasanti. Jedes Kind darf sich aus den Kleiderspenden etwas aussuchen, bei fast 80 Kindern dauert das so seine Zeit. Besonders freuen wir uns über die hochwertigen Ersatzteile für unsere Schreinerei, die ja gerade für die Schule auf Hochtouren produziert. Danke an Lenka, Uli und alle Spender!
Erfolgsmeldungen von der „Little Smile - Tsunamifront“
Auch im Juni können wir wieder Häuser an Tsunamiopfer übergeben. Ob die Stadt Halle in Westfalen, ob die Gemeinde Poing in Bayern oder die Vereine STERNSTUNDEN und CHILDREN FOR A BETTER WORLD. Dank der beispiellosen Hilfsbereitschaft haben durch ihre Spenden und unsere Arbeit inzwischen mehr als 20 Familien an der Süd- und Ostküste ein neues Zuhause und damit neue Hoffnung gefunden.
Mehr als ein Strohfeuer – Eine Zeitung macht mobil
Ein Etappensieg für die Menschlichkeit. Wie viele andere auch hat die Saarbrücker Zeitung nach der Flutkatastrophe ein Spendenkonto eingerichtet. Aber anders als die Meisten halten diese Zeitungsmacher ihre Leser mit regelmäßigen Berichten bei der Stange. Und so sind diese Witwe mit ihren drei Kindern nicht die Einzigen, denen wir durch die SZ-Leser das verlorene Lächeln zurückgeben können.
Nur gemeinsam ist man stark genug
Auf der Suche nach Verbündeten stößt Michael Kreitmeir auf die „barmherzigen Schwestern“ in Hiniduwa. Weit abseits aller touristischer Pfade setzen sich diese Klosterfrauen seit 39 Jahren für arme und benachteiligte Mädchen ein. Doch die Spender sind ihnen weggestorben, aus den Tsunamimillionen fand nicht ein Cent seinen Weg ins abgelegene Hinterland. Von den 40 Plätzen sind nur 9 besetzt, weil es nicht einmal mehr für die tägliche Reisration langt. Little Smile wird helfen, damit diese starken Frauen auch weiterhin helfen können.
Neue Lebensräume erschließen
Wer mehr geben will als ein Almosen und ein Dach über dem Kopf der muss tiefer gehen, manchmal auch lange graben, etwa nach Wasser. Im Trockengebiet zwischen Butala und Monuragala und damit in einer der ärmsten Regionen Sri Lankas entsteht derzeit durch Little Smile ein landwirtschaftliches Zentrum. Um den Witwen mit ihren Kindern, die später einmal hier leben sollen, auch Arbeit und Ausbildung zu geben und damit den Weg zu bereiten in eine eigenverantwortliches leben, müssen wir zunächst große Flächen ausbaggern und künstliche Seen als Wasserspeicher anlegen. Möglich wird so ein langfristiges Projekt nur, weil Unterstützer wie die Korff-Stiftung nicht auf schnelle Tageserfolge schauen sondern uns die nötige Zeit geben, um dauerhafte Hilfsprojekte wie dieses zu verwirklichen.
Neue Perspektiven eroeffnen
Arbeit und damit Selbstaendigkeit! Nur so koennen die Witwen und verlassenen Frauen mit ihren Kindern aus dem Kreislauf von Not, Abhaengigkeiten und Gewalt ausbrechen, nur so koennen Sie fuer sich und ihe Kinder eine Zukunft schaffen. Und darum sind Little Smile die Projekte fuer diese Frauen so wichtig, auch wenn sie schwierig sind in einem Land, in dem Gewalt gegen Frauen eine traurige Realitaet ist.