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Bilder des Monats

April 2019

Im Bürgerkrieg Sri Lankas hatte der Dokumentarfilmer und Fernsehjournalist Michael Kreitmeir immer wieder auch Kinder erlebt, die als Kindersoldaten Kanonenfutter oder für Anschläge missbraucht wurden. Seine Antwort: Er gründete Little Smile und schuf 1999 mit dem Kinderdorf Mahagedara einen Ort, an dem Kinder aller Rassen und Religionen wie Geschwister zusammenlebten. Viel hat sich seitdem auch in Sri Lanka verändert, doch noch immer lebt dieser Ort für Kinder vor, dass gegenseitiger Respekt und Achtung Voraussetzungen sind für ein friedvolles Miteinander.
Neujahr 2563 in Little Smile: Ein Hindupriester entzündet sein Licht vor der Buddha Statue im Kinderdorf.

Februar 2019

Scheiden tut weh! Die Zwillingsschwestern Yenuri und Sandani, von uns nur Sudu und Sandu genannt, werden aus Little Smile und uns vom Herzen gerissen von einer Mutter, die sie nicht kennen und die sich mehr als 3 Jahre nicht um sie gekümmert hat. Irgendwie waren sie immer da, so unser Gefühl, haben hier ihre ersten Wörter gebrabbelt, die ersten Schritte gewagt, ihre ersten Lieder und Spiele gelernt, durften hier lachen und unbeschwert sein. Am 21. Februar 2019 hat dieses Leben ein Ende, mit behördlichem Segen werden die beiden Mädchen von einer Mutter, denen sie so lange gleichgültig waren, weggezerrt, da helfen auch keine Tränen. Uns bleiben die Gewissheit, dass wir ihnen viele gute Momente schenken konnten, Erinnerungen, Hoffnung.

Januar 2019

Ohne Sonne gibt es auf unserer Erde kein Leben. Kein Wunder also, dass der Verehrung der Sonne in vielen Religionen eine herausragende Bedeutung beikommt. Als erster großer Feiertag begehen die Hindus am 15. Januar Thai Pongal. Der Sonne am nächsten sind wir oben auf dem Berg mit dem bezeichnenden Namen „heavensdoor“, Tor zum Himmel. Noch vor Sonnenaufgang war die große Little Smile Familie aus Mahagedara nach Hill Top gekommen, wo wir gemeinsam die Sonne begrüßten. Auch bei diesem Fest wird Milch gekocht und dem Sonnengott Opfer dargebracht. Stellvertretend bedankt sich Michael Kreitmeir für alle in Little Smile für das Geschenk Leben.

Dezember 2018

Alle Jahre wieder… die vorweihnachtliche Feier unserer christlichen Kinder zusammen mit den Franziskanern in unserer kleinen aber feinen Teeplantage bei Beragalla. Anfang Dezember 2018 gibt es zusätzlich allerdings was ganz besonderes zu feiern. Die Einweihung einer Statue des heiligen Franziskus am Eingang des Geländes, das wir dem Orden zunächst auf Zeit zur Verfügung gestellt haben. Liebe zur Natur und zu allen Geschöpfen, frei werden vom ständigen „Habenwollen“, Bescheidenheit. Nie schienen uns die Lehren und das Leben dieses Heiligen zeitgemäßer, nicht nur aber gerade auch in Sri Lanka, Ende 2018.

November 2018

Sri Lanka Ende 2018 – ein zerrissenes Land voller wachsender Gegensätze. Während in der Hauptstadt Colombo Wolkenkratzer aus dem Boden schießen und von einem zweiten Singapur geträumt wird, fehlt es immer mehr Menschen am Nötigsten. Und während eine große Reiseplattform Sri Lanka zum Touristenziel Nr.1 für 2019 erklärte, wachsen die Schlangen der Hilfesuchenden nicht nur an unserem Tor.
Dieses Bild, entstanden bei dem Jahresabschlussfest einer kleinen tamilischen Schule in den Teeplantagen. Trotz unserer Unterstützung: Wer hier lernt, hat so gut wie keine Chance am Wohlstand der Wenigen teilzuhaben. Die Träume sind bescheiden, etwa Krankenschwester oder Lehrer zu werden, für diese Kinder sind sie dennoch unerreichbar. Und auch zurück in die Vergangenheit führt kein Weg.

Oktober 2018

Schon Ende September begann, ungewöhnlich früh und sehr heftig, die Regenzeit. Das Leben im Kinderdorf wird dadurch nicht einfacher, im Gegenteil. Die Wäsche wird nicht trocken, genauso wenig wie die langen Haare, der Strom fällt ständig aus, das Feuerholz brennt schlecht und Blutegel sind allgegenwärtig. Doch die Sintflut von oben hat auch was Gutes: Nach drei Jahren füllen sich bis Ende Oktober die Regenwasserstauseen in Little Smile Aloka bei Buttala. Am letzten Sonntag des Monats nützen wir die Gunst einiger sonnigen Stunden und statten Saradha in der Steppe einen Besuch ab. Neben Mangos, Zitronen, Orangen und Passionsfrüchten, alles frisch vom Baum bzw. Strauch wagen sich einige der Mädchen auch in einen der Seen, natürlich erst nachdem Lokuthatha getestet hat dass es dort keine Krokodile gibt.

September 2018

Platz ist nicht nur in der kleinsten Hütte, sondern auch auf der Ladefläche des kleinsten Lastwagens – vorausgesetzt man kann sich leiden, besser noch gut leiden und hat ein gemeinsames Ziel. Der Ausflug, den diese Familie Mitte September unternahm dauerte viele Stunden, führte durch die Steppen des Südens bis in die Berge bei Koslanda, genauer ins Kinderdorf „Little Smile Mahagedara“, wo Sameera und Kumari (rechts im Vordergrund) zusammen mit ihren Geschwistern Shyamali, Banti und Sandaruwan aufgewachsen sind. Genau 10 Jahre nachdem sie von Little Smile wieder zu ihrer Mutter zurückkehren konnten, statten die Kinder von einst, ihrem „Zuhause auf Zeit“ und ihrem „Lokuthaththa“ mit Kindern und Ehepartnern einen Besuch ab.

August 2018

Juli 2018

Es ist vollbracht! Am 5. Juli 2018 bekamen 16 junge Frauen, davon 14 aus dem Kinderdorf, ihre staatlichen Diplome als Schneiderin. Luxmi erreichte nicht nur die besten Resultate, sie hatte bereits vor dem Kurs unsere Nähschule geleitet und konnte mit Recht stolz sein, besonders darauf, dass sie gerade auch die Schwächeren  immer wieder ermutigt und zu diesem Erfolg gebracht hat. Stolz ist auch Michael Kreitmeir auf „seine Älteste“. Am 29. März 2003 ist Luxmi ins Kinderdorf gebracht worden, mehr als 15 Jahre später ist sie aus „Mahagedara“ nicht mehr wegzudenken.

Juni 2018

Es gibt viele Traditionen in Sri Lanka, deren Ursprung und tieferer Sinn mehr und mehr verloren gegangen ist. Wenn beispielsweise das „Big Girl Fest“ zum mehrtätigen Saufgelage verkommt, verkehrt sich etwas Gutes schnell in etwas Negatives.
In Little Smile wollen wir dagegen Traditionen sinnerfüllt leben und so unseren Kindern etwas weitergeben, auf dass sie eines Tages ihren Kindern vorleben was sie in LITTLE SMILE erlebt haben.
Hier malt Dinu, Saradhas Sohn, seine ersten Buchstaben. Dieser Eintritt in die Welt des Wissens wird neben den Eltern von der Person begleitet, die schützend ihre Hand über die Entwicklung des Kindes halten soll.