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Phase 32: April bis Juni 2007

Keim Aprilscherz sondern eine große Freude für die Little Smile Familie: Am 1. April kommen Elke und Marco Kreitmeir, Frau und Sohn des Gründers, für knapp 2 Wochen ins Kinderdorf. Beide staunen, wie viel sich seit ihrem letzten Besuch vor mehr als einem Jahr hier verändert hat.
Bewegt lauschen Angestellte und besonders auch die Kinder am Nachmittag des Karfreitags, als „Lokuthatha“ die Geschichte von Jesus am Ölberg erzählt. Wie nahe liegen doch Hosianna und Kreuzige beieinander, damals vor 2000 Jahren und oft auch heute.
Ostereier malen! Dieser schöne Brauch wird seit Jahren auch im Bergdschungel Sri Lankas, genauer im Kinderdorf Little Smile, gepflegt. Stolz zeigen die kleinen Mädels, was sie am Karsamstag geschafft haben.
Am 14. April beginnt in Sri Lanka das Jahr 2551. Alle Kinder und Angestellten unternehmen an diesem Festtag einen Ausflug in unser 38 Kilometer entferntes Projekt Buttala. Begeistert sind die Kinder besonders von den neu gebauten Staudämmen, die sich hervorragend auch zum Baden eignen.
Mit einem lachenden aber auch eine weinenden Auge feiern wir mit unserer Parameshwari Hochzeit. Mehr als 3 Jahre hat uns die junge Frau zuverlässig, immer ehrlich und stets gut gelaunt im Büro unterstützt. Schweren Herzens lassen wir Sie ziehen, freuen uns aber auch mit ihr an diesem ganz besonderen Tag.
Stolz zeigt Chandane, der in Little Smile für die Organisation der Landwirtschaft und unserer Gartenarbeiter verantwortlich ist, die Ergebnisse aus seinem Lieblingsprojekt, der Pilzfarm. Und wir freuen uns über die Bereicherung des manchmal nicht sehr abwechslungsreichen Speiseplanes, denn, so sein Versprechen, mit 10 Kilogramm täglich sind wir in Zukunft gut mit Pilzen versorgt.
Nach den heftigen Regenfällen des Zwischenmonsuns, beginnen wir Anfang Mai mit den Arbeiten in Dikkapitia. In diesem Landwirtschaftprojekt sollen unter andrem die Gebäude für die Verarbeitung unserer organischen Gewürze entstehen.
Kaum ist die Regenzeit vorbei muss auch schon wieder gegossen werden. Jeder hilft da mit, denn bei der Größe unserer Felder ist es nicht leicht, dass zumindest alle kleinen Pflanzen alle zwei Tage gegossen werden.
Eigentlich war Sie ja schon lange „überfällig“, unsere Sunetra. Dann aber, Mitte Mai, gibt es in Little Smile gleich ein Doppelfest denn auch Sandamali wird ein „big girl“, ein großes Mädchen also. Gemäß der Kultur Sri Lankas wird das Fest der „ersten Blutung“ groß gefeiert, die Mädchen werden aufgeklärt und bekommen ihren ersten Goldschmuck, neue Kleider und Schuhe.
Nachdem das Militär die Region um Palugamam Anfang Juni zurückerobert hat, zeigt sich das Ausmaß der Zerstörung, das die Kämpfe hinterlassen haben. Auch das Mädchenhaus von Little Smile wurde geplündert und angezündet. Und so heißt es für Michael Kreitmeir und seine Mitstreiter wieder einmal von vorne anzufangen.
Auch diese beiden Mädchen aus dem Little Smile Heim konnten rechtzeitig in ein Versteck und damit in Sicherheit gebracht werden. Ende Juni trauen sich Kaniya und Sarmila zurück in ihr freilich weitgehend zerstörtes Zuhause.
Tsunami oder Bürgerkrieg hat diesen Kindern die Eltern, Geschwister und ihr Zuhause weggenommen. Doch sie wollen leben, lachen, lernen. Little Smile und ihr Lokuthatha gibt ihnen Hoffnung und die Chance auf einen neuen Start, allen Widrigkeiten zum Trotz.
Allen Schwierigkeiten zum Trotz geht es mit den Bauarbeiten am Krankenhaus in Kalmunai voran. Um die Qualität zu sichern und sich vor Betrügereien zu schützen musste Litte Smile auch bei dieser Großbaustelle die Bauleitung übernehmen. Das macht zwar viel Arbeit, zumal Kalmunai, von Koslanda gesehen, nicht gerade um die Ecke liegt, es spart aber eine Menge Geld und garantiert den stetigen Fortschritt.
Seit der Versetzung von Sheran de Silva (rechts mit Baby auf dem Arm) nach Dikkapitia geht es mit der biologischen Landwirtschaft dort gut voran. Die Betreuerinnen von Little Smile staunen bei einem Besuch Ende Juni, wie sehr sich in wenigen Monaten nicht nur das Haupthaus verändert hat. In drei Jahren, so das Ziel, soll der Ertrag aus den Pfeffer, Zimt und Vanille-Plantagen das benachbarte Kinderdorf sowie verschiedene Sozialstationen finanziell unterstützen.
Alle Jahre wieder … kommt Bernd Boes zu Besuch und in diesem Jahr hat er seine Mutter Lioba mitgebracht. Eigentlich wollte Bernd seine Mutter ja selbst durchs Kinderdorf führen aber dann bat er doch um Hilfe, so viel hat sich hier im Jahr seit seinem letzten Besuch getan.