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Phase 33: Juli bis September 2007

Man muss viele Wege versuchen und braucht starke Verbündete, wenn man den Opfern von Gewalt und Bürgerkrieg helfen will. Michael Kreitmeir kann sich, dank des Wohlwollens dieses Armeemajors, relativ frei im ehemaligen Bürgerkriegsgebiet bewegen. Anderen Organisationen wird dagegen die Einreise in Gebiete, die als problematisch gelten, verweigert. Das Sicherheitsrisiko freilich muss der Gründer von Little Smile bei jeder Reise selbst einschätzen, ungefährlich sind diese Fahrten zu den Schutzbefohlenen an der Ostküste nie.
Im Juli beginnt die Pfefferernte und was für eine! Die Voraussicht des einstigen Leiters Bandula, der vor 7 Jahren mit dem Pflanzen begonnen hat und die gewissenhafte Pflege durch all die Jahre, das zahlt sich jetzt aus. Kaum vorstellbar für die Menschen in Deutschland freilich ist, wie viel Arbeit sich hinter so einer nüchternen Zahl wie 10 Tonnen Pfeffer verbirgt. Klar, dass da alle in Little Smile mithelfen.
Selbst auf dem Land ist es sehr schwierig geworden Arbeiter für die nicht einfache Pfefferernte zu finden. Bis zu 10 Meter hoch ranken sich die Pfefferpflanzen in den Tropenhimmel. Es sind meist die Alten, die das Leben gelehrt hat auch mal hart anzupacken, die auch in die höchsten Lianen klettern um die kleinen Pfefferkörner zu ernten.
Auch die kleine Sarah will mithelfen, zupft die Körner von den Stängeln und freut sich über die Anerkennung und die Sonderbrotzeit. Gemeinsam etwas schaffen, das steckt an, da will Niemand auf der Seite stehen. Spielerisch lernen so auch die Kleinen in Little Smile, was Teamwork bedeutet und dass wirklich Jeder seinen Betrag leisten kann.
Für einige Wochen müssen die Kinder auf ihren Volleyballplatz verzichten. Vor dem Neubau der Schule wird der Pfeffer jeden Morgen ausgebreitet um in der Sonne zu trocknen. Am Abend und vor jedem Regenguss müssen die Körner eingesammelt werden. 5 Tage dauert in der Regel so einen Sonnentrocknung.
Nach Pflücken, Trocknen und wiederholtem Säubern wartet der Pfeffer in Dikkapitia auf die große Reise nach Deutschland. Zurecht sind die kleinen und großen Helfer stolz auf das Geleistete. Neben Pfeffer werden noch Zimt, Nelken und Muskat geerntet und nach Deutschland zur Firma AVO exportiert.
Ein Arzt der in Pension ging, hat seine Praxis abgebaut und über Uli Pickl aus Hopfen nach Sri Lanka bringen lassen. Heute retten einige seiner Maschinen in einer der ärmsten Regionen des Landes Menschen das Leben. Kein Wunder also, dass die Freude groß ist bei Ärzten und natürlich bei den Patienten.
Ende Juli ist es so weit, der „große Bruder“ Aja Manuel kommt zu Besuch. Mit Bildern, kleinen Geschenken, besonders aber mit viel Liebe wird Manuel Kreitmeir im Kinderdorf willkommen geheißen. Wären da nicht einige neue „Little Smile Geschwister“ man könnte fast meinen Manuel war nicht fast ein Jahr sondern nur wenige Tage weg.
Anfang August beginnen auch in Sri Lanka die großen Schulferien. Zum Ende der Schulzeit und auch, um die überstandene Pfefferernte zu feiern, gibt es in Little Smile ein kleines Fest. Da wird Theater gespielt und gesungen, besonders gerne aber tanzen die Kinder, wie hier die 16jährige Shamali.